Jahresrückblick 2018

Mein allererster Jahresrückblick und irgendwie denke ich gar nicht nur ein Jahr zurück.

Es sind viel mehr die letzten eineinhalb Jahre, in denen so viel in meinem Leben passiert ist. Vor 365 Tagen jedoch, als die ersten Steine in meiner Autorenlaufbahn schon am rollen waren, war noch nichts wirklich greifbar. Aésha war zwar schon eingekleidet, denn das Cover entstand tatsächlich bereits 2017, aber ich durfte es noch niemandem zeigen und sie selbst war noch für eine lange Zeit im Lektorat.

Aber ich hatte meinen Vertrag. Ich hatte es geschafft! Wie lange hatte ich darauf hingearbeitet? Und wie lange hatte ich den Traum schon aufgegeben und ganz weit in die hinterste Ecke geschoben, bis ich 2017 einfach wieder anfing zu schreiben? Im Sommer hatte ich die Rohfassung an einige wenige Testleser geschickt, von denen zwei ganz zauberhafte dann später sogar Bloggerinnen wurden, die noch heute mit mir zusammen arbeiten (Tanya von Dreams of fantasy und Juliane, die sich hinter Plüm´s Weltenarchiv verbirgt, dürfen sich an dieser Stelle herzlich geknuddelt fühlen). Ich wollte wissen, ob mein Können überhaupt was taugt und ausreicht, dass sich Menschen wirklich mein Buch kaufen würden. Und dennoch hat es nochmal Monate gedauert, bis ich endlich den Arsch in der Hose hatte, um Exposés zu schreiben. (Etwas das ich in Zukunft übrigens schon vor dem Schreiben der Bücher machen werde. Wirklich, das ist so viel einfacher!) Ich schickte sie ab. Suchte Listen ab, holte mir Vorschläge von anderen Autoren und auch Bloggern, wo Aésha denn hinpassen könnte, bekam Absagen oder auch gar keine Antwort. Und dann waren sie plötzlich da. Die ersten Anfragen einiger Verlage, mein ganzes Manuskript lesen zu dürfen. Ich glaube, ich habe im ersten Moment geheult. Da war wirklich jemand, der sich zumindest schon einmal für mein Buch interessierte. Die Hoffnung, dass es dann wirklich zu einem Vertrag kommen würde, habe ich nicht einmal auszusprechen gewagt!

Doch jetzt, eineinhalb Jahre später liegt Aésha Im Land des Waldes hier vor mir auf meinem Schreibtisch. Als richtiges, echtes Buch.

Mit den Vorbestellungen für Aésha habt ihr mich nahezu umgehauen! Bei einem Debüt! Und später beim Dämonenprinzen als es noch vor dem Release in die nächste Auflage ging, habt ihr mich dann richtig fertig gemacht. Mein armes Autorenherz! 

Und darunter liegt Der Dämonenprinz und ich. Der Überraschungserfolg, mit dem ich überhaupt nie gerechnet hätte! Ich hatte nicht einmal ein Drittel, als meine Verlegerin Svenja anfing neugierig zu werden und fragte, ob ich ihr nicht etwas davon schicken wolle. Dabei war das Buch eigentlich nur mein Nanowrimo-Projekt. Entstanden aus Flausen, die mir mitten in der Nacht in den Kopf gesprungen sind, als ich wieder einmal nicht schlafen konnte. Zu einer Zeit, kurz nachdem ich eine Statistik gesehen hatte, wie viele Bücher einen weiblichen und wie viele einen männlichen Protagonisten haben. Und bei wie vielen mit den weiblichen Protas diese dann auch wirklich die Helden sind und nicht vom Mann gerettet werden. Zu gerne hätte ich sie euch jetzt gezeigt, doch ich finde sie leider nicht wieder. Jedenfalls hat sie mich aufgeregt und den Wunsch geweckt, was dagegen zu tun. Und das geht als Autorin natürlich am besten, indem man eben was anderes schreibt. Eine Frau, die den Prinzen rettet sollte es sein. Basta. So fing das an.

Dass diese beiden Bücher dann auch noch in einem verdammt kurzen Abstand von nicht einmal zwei Monaten erscheinen sollten, war dann ein Umstand, der mich echt herausgefordert hat. Ohne mein wahnsinnig tolles Bloggerteam wäre ich gnadenlos gescheitert! Tausend Dank an euch!

Beitragsbild von Plüm´s Weltenarchiv zum Gewinnspiel von Der Dämonenprinz und ich

Und dann waren da natürlich noch die Messen. Im März die LBM, die im Schneechaos beinahe unterging … tapfer harrten wir in der Kälte am Stand aus, denn nur wenige Meter weiter öffneten sich die Türen nach draußen im Sekundentakt und der Schnee wehte bis auf die Poster auf unserem kleinen Tisch. Aber ich hatte meine erste “Signierstunde”. Noch ohne Buch, dafür aber mit Postkarten und Postern, auf denen ich mit goldenem Edding die stundenlang eintrainierte Unterschrift ließ. Doch noch ohne Buch zu sein, hatte auch seinen gewissen Vorteil. Denn ich konnte ganz in Ruhe durch die Hallen der Massen schlendern, hatte nichts weiter als diesen einen Termin und habe so viele tolle Menschen getroffen! Unter anderem auch einige, zu denen ich schon lange hinaufschaue. Trotz meines katastrophalen Heimwegs bei Minusgraden und ausgefallenen Zügen, sodass ich bis Berlin auf dem Boden des ICEs saß, wo sonst noch Toilette und Mülleimer sind, war ich angefixt und begeistert!

Während Ronja Delahaye bereits Bücher signierte, hatte ich in Leipzig nur Poster. Toll war es trotzdem! – LBM 2018

(Im Hintergrund ist Elica Freudenreich, die felsenfest davon überzeugt war, nicht mehr im Bild zu sein. Tja, so kann man sich täuschen.)

Dann die Messe in Frankfurt, bei komplett gegenteiligen 27° und mehr, bei der dafür aber auch kaum etwas schief ging. Ich war so perplex! Was hatte sich in diesem letzten halben Jahr alles geändert! Nicht nur, dass ich inzwischen so viel mehr Autoren kennen gelernt hatte, nein auch Blogger (und noch viel verrückter, die kannten auch MICH!). Obwohl ich zur selben Zeit wie andere wirklich große Autoren signierte, kamen tatsächlich Leute mit meinen Büchern in den Händen, die mich nach einer Widmung fragten! Kennt ihr dieses Kribbeln im Bauch, wenn jemand einen Chocolate-Cheesecake anschneidet und ihr seht schon beim Schneiden wie unglaublich fluffig der ist und so richtig saftig gleich auf eurem Teller landet? So in etwa fühlt sich allein die Erinnerung daran an.

Mit Yvi Rose, Ronja Delahaye und Katrin R. Petzold in Frankfurt – FBM 2018

Denn irgendwie hat es meine Chloe kurz nach ihrem Release in die Top 100 der Amazon Kindle Charts geschafft und blieb dort für satte viereinhalb Wochen. Über Monate war mein Buch ein Bestseller in mitunter gleich zwei Kategorien und konkurierte in der Dritten lediglich noch mit dem Stein der Weisen, was auch – um es mal ganz ehrlich zu sagen – eindeutig zu viel des Guten gewesen wäre. Uff. Und das bei all dem Zweifel, den ich vorher noch hatte.

“Johanna, guck mal komisch!” – “Ok.” – FBM 2018

Jetzt bleibt mir eigentlich gar nicht viel mehr als von ganzem Herzen DANKE zu sagen. DANKE! Für so viel Unterstützung, Vertrauen und so viel positives Feedback. Danke auch für das negative Feedback und die ehrlichen Kritiken. So schwer sie auch manchmal zu schlucken sind, sie gehören dazu und sie sind wichtig.

Jetzt blicke ich dem nächsten Jahr entgegen und sehe, was es für mich als Autorin bereithält. Auf jeden Fall ein paar Bücher, damit könnt ihr fest rechnen. Aésha Die Wächterin Isandoras ist in Arbeit und es ist schon ein Datum in Planung. Auch Chloe wird wohl wieder auftauchen, wenn auch mit ein wenig Verspätung. Was noch? Verrate ich noch nicht! Aber ihr dürft gespannt sein!

 

Besonders dankbar bin ich, so viele wundervolle Menschen kennen zu dürfen. Da sie nicht auf den Bildern dabei sind, möchte ich noch unbedingt mein Herz L.-J. Pyka erwähnen und auch meine liebste Tracy Kae! Gleichzeitig – und ich möchte sie ehrlich gesagt nicht alle aufzählen – die vielen anderen lieben Autorenkollegen ob nun im Hawkifyverlag oder auch in anderen und im SP.

Die Blogger, die Leser, meine Familie und Freunde für den Support, wie auch meine Arbeitskollegen, die da eigentlich schon mit dazu gehören und spätestens jetzt wäre ich bei jeder Oskarverleihung aufgestanden und hätte geguckt, ob noch was Leckeres im Kühlschrank ist, aber wenn du das jetzt liest, hast du echt ganz schön lange durchgehalten!

Auf ein fantastisches 2019!

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