Die Fee

Ihr trefft die Fee in einer kleinen Seitenstraße, die so gar nicht mehr an Old China Town erinnert. 

»Wie es aussieht, endet hier schon das Viertel«, vermutet Chloe und sieht die Straße entlang. Kurz sieht es aus, als würde es sie schütteln. »Hier war ich schon mal«, murmelt sie.

»Dürftest du nicht schon in fast jeder Straße der Stadt gewesen sein?«, fragst du und wunderst dich.

»Kommt hin, nur endete es nicht in jeder mit einer Horde Vampiren, Ghulen und einem Dämonenprinzen auf meiner Motorhaube.«

Kurz sprachlos starrst du sie an, doch da musst du plötzlich niesen. »Ich glaube, sie ist hier irgendwo in der Nähe.«

Chloe hat die Fee inzwischen entdeckt. Sie schwebt im 

Schatten, bevor sie in das LIcht der einzigen Laterne fliegt.

»Hey!«, ruft Chloe. »Warte mal, wir haben ein paar Fragen an dich.«

Erst zögert die kleine Fee und ein wenig schwarzer Glitzer rieselt unter ihr auf den Boden. Für einen Moment sieht es aus, als würde sie fliehen wollen, doch dann kommt sie doch näher.

»Wegen dem, was gestern passiert ist?«

Chloes rechte Augenbraue zuckt nach oben.

»Na der Streit. Du bist Chloe Sanchez, jede Fee der Stadt kennt dich. Aber ich dachte, du arbeitest allein …« Die Fee beäugt dich kritisch, während du versuchst, ihrem Feenstaub nicht zu nahe zu kommen.

Deine Nase kitzelt schon wieder bedrohlich, sodass du nicht gerade eindrucksvoll erscheinst.

»Das ist richtig, das ist nur mein Lehrling für einen Tag”, antwortet Chloe mit einem Nicken in deine Richtung. »Du weißt also etwas über den gestrigen Vorfall?«

»Der junge Sohn vom Restaurantbesitzer hatte einen Tobsuchtsanfall. Es hat so laut darin gescheppert, dass ich dachte, er würde sich da drin prügeln. Als er dann allein aus der Tür gestürmt kam, bin ich vielleicht hinein, um nachzusehen, falls einer in der Ecke liegt«, berichtet die Fee und wird dabei ein wenig kleinlaut. »Ehrlich, ich hatte nur die besten Absichten!«

Und dabei hast du nicht zufällig ein Kochbuch mit geheimen Rezepten gefunden und möglicherweise den unbändigen Drang verspürt, es mitzunehmen?«, fragst du.

Die Fee flattert entrüstet schneller mit ihren kleinen schwarzen Flügeln, fliegt dabei etwa einen Meter höher und dich überkommt ein erneuter Niesanfall.

»Das war ja wieder klar! Etwas verschwindet und wir Feen werden mal wieder als Erstes verdächtigt!«, braust sie auf. »Aber könnt ihr mir mal erklären, wie ich ein BUCH wegschaffen soll? Und warum sollte ich? ich lebe von dem, was im Restaurant übrig bleibt!«

»Schon gut«, beschwichtigt Chloe sie. »Hast du vielleicht sonst jemanden gesehen?«

Die Fee rümpft die Nase, verneint die Frage jedoch.

 

Auf dem Rückweg nimmt Chloe dich bei Seite. »Ich glaube, hier kommen wir nicht weiter. Lass uns weiter umhören und schauen, ob wir noch eine andere Spur finden. Oder auch Beweise, die die Aussagen der Fee widerlegen.«

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